Albatros

Typ: Fördedampfer

Länge: 166 cm

Breite: 26 cm, Höhe: 78 cm

Maßstab:1:25

Bauart:Planmodell

Restauration/

Eigner: W. & Ch. Hoepfner

Funktionen:Motor, Ruder, Beleuchtung, Sound, Rauch

Die „Albatros“ wurde 1912 von der Papenburger Schiffswerft und Maschinenfabrik

Jos. L. Meyer im Auftrage der Vereinigten Flensburger-Ekensunder und Sonderburger Dampfschifffahrts-Aktiengesellschaft in Flensburg gebaut. Sie fuhr nahezu 6 Jahrzehnte über die Flensburger Förde und versorgte die Ortschaften entlang der Küste. In der Sommersaison diente sie als Ausflugsschiff. Sie konnte maximal 406 Passagiere befördern. Nach einer schnellen Umrüstung konnte sie auch in der lukrativen Viehfahrt eingesetzt werden. Die Sitzbänke für die Passagiere wurden einfach an Land gegeben und die Verschanzung mit Brettern weiter verkleidet, so dass sie in der Lage war,

rd. 100 Rinder aufzunehmen.

Die „Albatros“ hat ein wechselvolles Schicksal hinter sich:

Im Ersten Weltkrieg kam die Albatros für die Kaiserliche Marine in der Danziger Bucht als Tender unter verschiedenen Bezeichnungen (HS76, HS69, HS82 und HS 60) zum Einsatz. Das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebte sie als Flüchtlingstransporter bei der Großoperation "Rettung über See". In der Nach-kriegszeit blühte der Fördedampfer nochmals auf und kam 1946 wieder als Fahrgastschiff zum Einsatz. In den Jahren 1951/1953 fuhr die „Albatros“ ausschließlich als Viehdampfer. In den folgenden Jahren wurde sie in den Sommermonaten als Passagierdampfer eingesetzt.

1969  machte sie schließlich ihre letzte Fahrt als Ausflugsschiff nach Glücksburg und zurück. Danach wurde sie „aufgelegt“ (still-gelegt). Damals ahnte noch niemand, dass damit für immer die Feuer im Kessel erlöschen und Kolben, Pleuel, Schieber und Kurbelwelle sich niemals wieder drehen würden.

Als das neu entstandene Ferienzentrum Damp 2000 in der Eckernförder Bucht für seinen Hafen ein „zünftiges maritimes Attribut“ suchte, erschien der Oldtimer aus Flensburg genau richtig. Am 14. September 1971 schleppte der Flensburger Salondampfer „Alexandra“ (Schwesterschiff der Albatros) die „Albatros“ in das Ostseebad Damp 2000. Dort steht sie in einem Sand-/Kiesbett. Die „Albatros“ sollte als Discothek dienen, entsprach aber nicht den für Restaurationsbetriebe gültigen Vorschriften, und rottete vor sich hin.

1980 wurde der Deutsche Marinebund, der sich für eine Stätte interessierte, die den Flüchtlingen des Krieges und der Nachwelt als Mahnmal und Museum dienen sollte, auf das Schiff aufmerksam. 1983 wurde an Bord die Ausstellung "Rettung über See" eröffnet, doch wegen schwindender Besucherzahlen musste das Museum 1999 seine Pforten schließen. Die Albatros beherbergt heute ein kleines Naturkundemuseum mit Shop.

Leider konnte man sich nicht für eine Erhaltung  des Schiffes erwärmen und so gammelte die „Albatros“ weiter vor sich hin. Ursprünglich war geplant, die „Albatros“ im Herbst  2012 endgültig zu „entsorgen“. Dies ist dann aber doch nicht geschehen. Man entschloss sich, die DLRG dort unterzubringen. Dazu erhielt die Albatros einen notdürftigen Anstrich und befand sich kurzzeitig in einem ansehbaren Zustand. Heute rottet sie wieder vor sich und man kann sich noch immer vor Ort ein Bild von dem bedauernswerten Zustand des Schiffes machen.

 

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